Buch-Date …. Gelesen

Ach, war das wieder schön. Sonst stehe ich ja nicht so auf Blind-Dates (nach über 20 Jahren Ehe brauche ich das zum Glück auch nicht – toitoitoi – *klopfaufholz*), aber beim Buch-Date mache ich da gerne eine Ausnahme. Ich bin schon ganz gespannt, wer was gelesen hat.

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Ich bekam meine Empfehlungen von Luna Umbra und diese waren

– Stephen King: The Green Mile
– Douglas Preston/Lincoln Child: Attic – Gefahr aus der Tiefe
– Ransom Riggs – Die Insel der besonderen Kinder

Und hier stürzte ich tatsächlich in ein kleines Dilemma und überlegte kurzfristig, ob ich mir andere Bücher empfehlen lassen sollte. Denn: The Green Mile hatte ich vor vielen Jahren als Film gesehen und war restlos begeistert gewesen. Die Insel der besonderen Kinder kannte ich und von den Autoren von Attic hatte ich letztens erst ein Buch gelesen (übrigens auch fürs Buch-Date), was mir zwar gut gefallen hatte, aber irgendwie hatte ich da so gar keine Lust drauf.

Aber dann zog ich mir die Ohren lang  – das ist schließlich Sinn und Zweck des Daten, dass man auch mal über Schatten springt und entschied mich für….

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Zum Inhalt lt. Verlagshomepage: »The Green Mile« – so nennt sich der Todestrakt des Staatsgefängnisses Cold Mountain. John Coffey wurde zum Tode verurteilt, weil er zwei Mädchen missbraucht und ermordet haben soll. Dem Hünen wohnt aber auch eine übernatürliche Kraft inne … Kann ein Mörder zugleich ein begnadeter Heiler sein? Und wenn ja, darf oder sollte man ihn dann töten?

Ich schaue mir ungern Filme an, bei denen ich das Buch ganz wundervoll fand. Diesmal war es andersrum – ich kannte den Film und war wirklich schwer begeistert und wollte nun doch wissen, ob die Romanvorlage da denn mithalten konnte.

Ich bekam 592 Seiten geballte Ladung guter Schreibe! King beweist, dass er so viel mehr kann, als guten Horror zu schreiben. Statt dessen legt er hier ein Buch vor, dass voller Sensibilität etwas beschreibt, dass einem Wunder gleich kommt. Auf dieses leicht mystische Thema muss man sich einlassen können. Vielleicht muss man auch gläubig sein? Vielleicht kann man das Wunder auch einfach annehmen … Tatsächlich fiel mir erst beim Lesen auf, dass die Initialen von John Coffey J. C. sind  –  J. C. wie zum Beispiel Jesus Christus….. Für mich ein gelungenes Wortspiel und vielleicht ein Hinweis auf eine moderne Bibelgeschichte.

Leider weiß ich nicht mehr, ob es im Film auch diese quasi „drumherum Geschichte“ vom erzählenden Wärter gegeben hat. Diese hat mich auf jeden Fall fast genauso berührt wie die Geschichte von John.

Die Geschichte spielt 1932 in Amerika – eine Zeit, in der es die Rassentrennung und den Tod durch den elektrischen Stuhl gibt (ebenso wie im heutigen Amerika….). King gelingt hier in meinen Augen ein Meisterstück – er bewertet diese Dinge nicht, sondern erzählt quasi als eine Art Beobachter ein Stück Zeitgeschehen. Damit überlässt er uns Leser eine grenzenlose Freiheit, uns zu den Geschehnissen unsere eigene Meinung zu bilden.

Tatsächlich finde ich das Buch noch um Längen besser als den Film – es sind für mich die erzählerischen Kleinigkeiten und Feinheiten, plus eine wirklich gute Geschichte, die von einem Meister erzählt wird, die das ganze für mich zu einem Highlight machen!

Liebe Luna Umbra – ich danke dir! Das war ein Volltreffer und ich bin so froh, dass ich dieses Buch gelesen habe!

Hier findet ihr übrigens alle Besprechungen gesammelt in einem Beitrag.

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15 Gedanken zu “Buch-Date …. Gelesen

  1. Pingback: Buch-Date … Gesammeltes | wortgeflumselkritzelkram

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