Heute lese ich …

Heute lese ich … „Red Rising 1“ von Pierce Brown, erschienen als broschierte Ausgabe 2015 im Heyne Verlag.

51h2enavhul-_sx328_bo1204203200_  Zum Inhalt lt. Verlagshomepage: Darrows Welt ist brutal und dunkel. Wie alle Roten schuftet er in den Minen des Mars, um ein Leben auf der Oberfläche des Planeten möglich zu machen. Doch dann wird seine große Liebe getötet, und Darrow erfährt ein schreckliches Geheimnis: Der Mars ist längst erschlossen, und die Oberschicht, die Goldenen, leben in dekadentem Luxus. Darrow schleust sich in ihr sagenumwobenes Institut ein, in dem die Elite herangezogen wird. Er will einer von ihnen werden – um sie dann vernichtend zu schlagen …

Ich arbeite ja so langsam, aber sicher meinen SuB ab und auch dieses Buch wartete schon eine Weile auf mich.  Und der Anfang dieses Buches hat es mir zunächst etwas schwer gemacht.

Ich werde zwar zum einen direkt in die Geschichte von Darrow und seiner Welt geworfen, allerdings fehlt mir im ersten Drittel ein gewisses Maß an Spannung. Das ändert sich genau in dem Moment, als ich ernsthaft überlege, das Buch in die Ecke zu pfeffern zurück ins Regal zu stellen – ein Knüller  – zack – und das Buch hat mich.

Nichtsdestotrotz muss ich konzentriert bleiben – der Autor schmeißt mit Namen und Personen nur so um sich und auch die Handlung ist nicht ohne. Ein Geschehnis jagt das nächste und immer wieder passieren überraschende Wendungen, mit denen weder Darrow noch ich als Leserin rechnen. Das führt dazu, dass ich nur so durch die Seiten fliege.

Brown beschreibt seine Charaktere und Schauplätze recht detailliert, trotzdem bleiben die Personen eigentümlich flach. Ob es an den kaum vorhandenen Dialogen liegt? Einzig mit Darrow fiebere und leide ich mit – ist es ja auch aus seiner Perspektive geschrieben. Und auch seine Entwicklung vom jungen Roten zum erwachsenen Golden erlebt man mit – ebenso wie seine Erkenntnis, dass nicht jeder Rote gut und jeder Goldene schlecht ist.

Unendlich schade finde ich, dass man kaum bemerkt, dass die Handlung auf dem Mars stattfindet. Nach den Beschreibungen der kolonisierten Teile könnte es auch auf der Erde spielen. Hier hoffe ich in den Folgebänden auf etwas mehr Science Fiction und weniger Dystopie.

Aber: Dieses Buch ist nichts für Zartbesaitete. Es ist brutal, grausam und roh und auch sprachlich oftmals von einer gewissen Fäkalsprache geprägt.  Und natürlich geht es um das übliche Thema: Gut gegen Böse und um den Kampf gegen die Unterdrückung. Aber Brown gelingt hier ein gewaltiges, actiongeladenes, politisches und unglaublich komplexes Epos, das mich äußerst gut unterhalten hat und auf dessen Fortsetzungen ich mich ungemein freue.

Gekennzeichnet ist dieses Buch als Jugendbuch – what? – Ich würde es tatsächlich auf Grund der Brutalität, aber auch seiner Komplexität erst ab 16 Jahren empfehlen.

 

 

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5 Gedanken zu “Heute lese ich …

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