Heute lese ich …

Heute lese ich … „Das Herz des Verräters – Die Chroniken der Verbliebenen Band 2“ von Mary E. Pearson, erschienen 2017 bei Bastei Lübbe.

Achtung: Da es sich hier um den zweiten Band einer Trilogie handelt, können im folgenden Beitrag Spoiler zu Teil 1 enthalten sein.

51lv2b20bzdl-_sx336_bo1204203200_  Zum Inhalt lt. Verlagshomepage: Seit Lia in den feindlichen Palast verschleppt wurde, muss sie um ihr Leben fürchten. Rafe ist zwar an ihrer Seite, aber hier kann auch er sie nicht mehr beschützen. Der Komizar von Venda will Lias Tod – und erst als Kaden ihm verrät, dass Lia die Gabe der Vorsehung besitzt, steigert das in den Augen des Feindes Lias Wert. Sie gewinnt Zeit – doch was sagt ihr der Blick in die Zukunft? Lia muss wichtige Entscheidungen treffen und einen Weg finden, um endlich ihrem Gefängnis zu entfliehen …

Natürlich gibt es diesmal nicht mehr diesen Aha-Effekt wie in Teil 1, in dem man lange Zeit nicht wusste, wer nun der Attentäter und wer der Prinz ist. Und für mich hat gerade das viel ausgemacht. Und so hatte ich große Befürchtungen, was den zweiten Teil dieser Trilogie angeht. Aber …. diese haben sich nicht bewahrheitet.

Auch „Das Herz des Verräters“ sprüht vor Spannung. Es gibt nicht ganz so viele Spannungsbögen wie im ersten Teil, dafür lernen wir das Reich der Vendaner und ihre Kultur recht gut kennen. Und natürlich erkennt man auch hier, dass es eben nicht nur schwarz oder weiß gibt.

Und das muss auch Lia erkennen – denn je länger sie in Venda lebt, umso näher kommen ihr manche Menschen und deren Kultur. Und schließlich muss sie auch erkennen, dass ihr nahe stehende Menschen auch Intrigen spinnen können und nicht immer so ehrlich sind, wie sie scheinen.

Lia, der ich ihre 17 Jahre immer noch nicht abnehme, erlebt in diesem zweiten Band eine rasante Entwicklung. Und genau diese steht auch für mich mit im Mittelpunkt dieses Buches – im Gegensatz zu der Liebesgeschichte aus Teil 1. Zunehmend wird Lia stärker und selbstbewußter, entwickelt allerdings auch eine gewisse Skrupellosigkeit.

„Weißt du, Keden, vielleicht habe ich auch gelogen. Vielleicht war ich kein Kind mehr, als ich zuletzt so etwas in der Hand hatte, und vielleicht war es auch nicht im Spiel. Vielleicht haben meine Brüder mir beigebracht, schmutzig zu kämpfen und mir einen Vorteil zu verschaffen. Vielleicht haben sie mich gelehrt, meine Schwächen und Stärken zu kennen.“

Auch Lias Gabe tritt weiter immer deutlicher zu Tage, wobei mir diese, ebenso wie die Zwischeneinschübe aus Vendas Lied, immer noch nicht klar ist. Hier hoffe ich weiter auf eine Auflösung im letzten Band.

Pearsons Schreibstil ist weiterhin bildreich und überaus detailliert, so dass ich auch diesmal wieder wunderschöne Bilder in meinem Kopf habe, besonders zu der Schroffheit des vendischen Reiches.

Auch der zweite Teil endet mit einem Cliffhanger und auch mit einem – in meinen Augen – tragischen Verlust. Und nun fiebere ich weiter auf den dritten Teil, der wohl im Oktober erscheinen soll. Und das ist ja zum Glück nicht ganz so lang bis dahin.

Weitere Rezensionen von

Einen herzlichen Dank an den Verlag und NetGalley, die mir das E-Buch als Rezensionsexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt haben. Und sogar, ohne dass ich es anfragen musste – das hat mich unglaublich gefreut! Ich gebe hier – trotz kostenlosem Exemplar  – meine eigene, ehrliche Meinung wieder…

 

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5 Gedanken zu “Heute lese ich …

  1. Pingback: Ausgelesen … | wortgeflumselkritzelkram

  2. Wundervolle Rezension und vielen Dank fürs verlinken. Ich bin immer noch hin und weg von der Reihe. 🙂 Wegen Lias Alter: Ich sehen das bei solchen Highfantasysachen nie so eng, da man sich dort auch schon im jungen Alter, dem Erwachsenenleben anpassen muss. Sie wurde darauf vorbereitet, den dalbreckischen Prinzen zu heiraten und mit ihm ein Reich zu führen. Das erfordert einen gewissen grad an Reife. Auch Rafe wirkt um einiges Älter, aber er ist nunmal kein Disneyprinz sondern eben ein solcher, der militärische Entscheidungen treffen muss und halt zukünftig ein Land regieren. Ich finde das toll dargestellt. Die Arya in den Bücher von GoT ist ganz am Anfang auch unter 14 🙂

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