[Buch-Date] Das Ergebnis ….

Das vierte Buch-Date stand unter dem Thema „Moderne Klassiker“ –  dies konnte ziemlich frei und weit interpretiert werden.

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Mir durfte diesmal die wundervolle Wili Bücher empfehlen und das tat sie auch mit folgenden drei Vorschlägen:

Claudia Ott: Tausendundeine Nacht. Das glückliche Ende
Robert Gernhardt: Wörtersee
Irmgard Keun: Das Mädchen, mit dem die Kinder nicht verkehren durften

Bei dem ersten Titel war ich direkt draußen. Warum? Ich mag irgendwie zur Zeit nicht so gerne Märchen lesen und auf „Lange verschachtelte Sätze, viele Wiederholungen sowie eingestreute Verse oder Koranzitate“ hatte ich irgendwie keine Lust.

Dafür sprachen mich die anderen beiden Bücher sehr an und so bestellte ich kurzerhand beide beim Möpschen. Nun was soll ich sagen….

Ich begann mit dem „Wörtersee“…..

41sfny-wjll-_sx311_bo1204203200_ …… weil ich Gedichte liebe und weil mich folgende Aussage ansprach:

„Die Komik der Gernhardtschen Texte und Zeichnungen beruht auf einer Gratwanderung zwischen Sinn und Unsinn, Feinem und Derbem, Ernst und Spaß. Daß sich die Gedichte auf Vorbilder beziehen, auf Autoren genauso wie auf literarische Formen, ist ein Indiz unter vielen dafür, daß sie kunstvoller sind, als sie zunächst scheinen. Der Reiz dieser berühmt gewordenen Gedichte und Bildergeschichten des neugierigen Sprach- und Zeichenkünstlers Robert Gernhardt liegt in ihrer klugen, kritischen Geistesgegenwart bei gleichzeitig höchstem Unterhaltungswert: »Bilden Sie mal noch einen Satz mit Garant – Der Hase trug den Kopfverband, seitdem er an die Wand garant.«“

Ja – und dann begann ich zu lesen und zu blättern, zu blättern und zu lesen und eigentlich blätterte ich mehr, als das ich las. Und ich suchte. Ich suchte den Sinn, den Irrsinn, den Ernst und den Spaß. Was ich fand, war den Unsinn, aber dieser erschloss sich mir leider nicht.

Kurz und knapp – diese Gedichte waren und sind nicht meins. Ich schmiss legte das Buch in die Ecke das Bücherregal und schnappte mir das zweite empfohlene Buch „Das Mädchen, mit dem die Kinder nicht verkehren durften“

 

Auf Bild 1 sieht man übrigens die Ausgabe aus dem Jahre 1980, auf dem zweiten Bild die gebundene Neuausgabe von 2016….. was für ein Unterschied 🙂

Zum Inhalt lt. Verlagshomepage: Sommer 1918: Mit den Augen eines zehnjährigen Mädchens erleben wir, wie der Krieg zu Ende geht.
Wie in »Kind aller Länder« geht es in Irmgard Keuns erstem Exilroman, der 1936 erschien, um ein junges Mädchen mit eigenem Kopf, verrückten Ideen und einer Menge Problemen.
Das größte davon ist Frau Meiser, die Nachbarin der phantasievollen Drittklässlerin. Frau Meiser findet ihre Streiche gar nicht lustig, erteilt einen Tadel nach dem anderen und, als das alles nicht hilft, ein generelles Umgangsverbot. Fortan muss das Mädchen auf ihre Freunde verzichten. Zum Glück erweist sich ihr Vater Victor, ein recht erfolgloser Geschäftsmann, als begnadeter Spielgefährte. Mit seiner selbst konstruierten Wasserbombe vom Balkon aus Fräulein Löwenichs Haupt zu treffen, ist aber keine gute Idee und verschärft die Lage eher noch. Und das Leben im Krieg ist beschwerlich genug. Der Kupfertopf wurde für die Kanonenproduktion requiriert, Lebensmittel sind knapp, der Nachbar hat im Feld einen Arm verloren, das Mädchen muss Steckrüben stehlen und begibt sich in große Gefahr. Mit einem Brief an den Kaiser möchte sie schließlich für Frieden sorgen. Irmgard Keun gelingt es in diesem Roman erneut, kindliche Unschuld und frühreife Einsicht zu einer komisch-anrührenden Verbindung zu führen – mit einem leichten Erzählton, der doch alle Abgründe erahnen lässt …

Und auch hier begann ich zu lesen und zu blättern, und zu blättern und zu lesen. i Und tatsächlich ist es so, dass ich oft große Schwierigkeiten habe, wenn eine erwachsene Person so schreibt bzw erzählt, als wäre sie ein kleines oder jüngeres Kind. Das liest sich für mich konstruiert und gestelzt.  Ich tat mich also schwer, trotzdem las ich weiter, legte das Buch wieder weg, las weiter, legte es weg und irgendwann mochte ich einfach nicht mehr.

Liebe Wili – ich hoffe, du bist nicht traurig oder enttäuscht, aber das war nix für mich. Beide Bücher haben nicht zu mir gesprochen (oder vielleicht mochte ich auch nicht zu hören) und ich wollte mich nicht quälen – also habe ich es gelassen.

Trotz allem fand ich gerade dieses Date wieder sehr spannend – wie unterschiedlich das Thema ausgelegt und welche Empfehlungen noch ausgesprochen wurden. Und ich hatte wieder großen Spaß an der Sache und ich hoffe, ihr alle auch ….

Und übrigens: Hier findet ihr alle Beiträge der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 4. Buch-Dates schön gesammelt, zusätzlich mit den nächsten Ankündigungen.

 

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17 Gedanken zu “[Buch-Date] Das Ergebnis ….

  1. Pingback: [Buch-Date] Sammelbeitrag | wortgeflumselkritzelkram

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