Warum heißt du so, wie du heißt – Teil 4

Wer zählen kann, der weiß, dass nach Teil 1, Teil 2 und Teil 3 jetzt der finale Teil 4 kommt zu den Geschichten hinter euren Blognamen….

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Marion von Findesatz erzählt uns folgendes zu ihrem Blognamen:

Als die Idee entstand, einen Blog als 365-Tage-Projekt zu starten, überlegte ich, was ich machen möchte. Da ich Worte mag, gefiel mir die Idee, Sätze zu sammeln. Wir hören täglich viele Sätze und ich finde, wenn ein kleiner Satz aus der Fülle der Sätze herausgehoben wird, erhält er einen anderen Klang und eine besondere Färbung, eine andere Bedeutung.

Nachdem diese Idee da war, suchte ich einen Namen für den Blog. Wie könnte ich das nennen, wenn ich Sätze aufhebe, sie sammle, sie finde? Und schon war der Name geboren: Findesatz, da ich genau das mache: Sätze finden, die ich an dem Tag höre.

Alles war noch neu mit dem Blog und wie das Ganze funktionierte und ich entdeckte, dass ich mir selber einen Namen geben musste. Maribey entstand aus der Abkürzung meines Vor- und Nachnamens. Für viele bin ich inzwischen Marion, für andere Maribey, beides gefällt mir.

Lustig finde ich, dass das Wort „Findesatz“ inzwischen zum festen Bestandteil in meinem Umfeld geworden ist. Wenn während eines Gesprächs oder sonstwo ein besonderer Satz auftaucht, kann es schonmal sein, dass mein Gegenüber ruft:“Findesatz!“

Und nun reiche ich noch ein Foto von mir dazu.

Foto Marion

Bei Marion mag ich die Kombination aus Foto und Satz und wie oft habe ich mich in gewissen Aussagen auch schon wieder erkannt. Und die Idee ist sowieso super!

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Mama von Mein Name sei Mama meint, ihr Name sei selbsterklärend, aber ihre Erläuterung dazu finde ich sehr schön:

Die Idee mit der „Namensforschung“ der Blogs finde ich sehr schön und daher beteilige ich mich auch gerne, obwohl mein Blogname ja wirklich recht selbsterklärend ist. Aber auch über Selbsterklärendes lässt sich reden, selbsterklärend 😉
 
Mein Name sei Mama heißt deshalb so, weil … wo soll ich nur anfangen? Bei den Bienen und Blumen? Nein, ich werde versuchen, es auf den Punkt zu bringen, statt lange herumzureden, die Biologie oder gar Max Frisch zu bemühen, der bei der Taufe des Blogs übrigens keine Rolle spielte. Es war vielmehr so:
Als ich Mutter wurde, stellte ich rasch fest, dass ich zwar noch immer denselben Namen trug wie auch schon davor, dieser aber kaum noch eine Rolle spielte. Für viele Menschen, inklusive meiner wunderbaren Tochter, war ich plötzlich in erster Linie Mama.
 
In der ersten Stunde der musikalischen Früherziehung (vulgo Sing- und Patschstunde für Mütter, während der Nachwuchs Rasseln und Klanghölzer zwecks erster Abhärtung ablutscht) stellte ich mich der Leiterin unter MEINEM Vornamen vor. „Tz!“ denken nun alle Babytreff-Veteranen. Ich wurde rasch belehrt, dass primär der Name des Kindes interessiere und ich einfach als Mama von … tituliert würde.
Und bei der ersten Vorstellung unserer Neugeborenen beim Hausarzt erkundigte sich der Mediziner danach, wie die Geburt verlaufen war. Als ich gerade  schildern wollte, wie anstrengend und langwierig das Ganze gewesen war, unterbrach er mich bald und erklärte, dass er nicht MICH, sondern das Kind gemeint hatte (also, er wissen wollte, ob es dem Kind gut gegangen war während der vielen, vielen, vielen Stunden Wehen. Für alle Besorgten: Ja, war es).
 
Als wordpress dann zu allererst von mir einen Namen wissen wollte, tippte ich genervt „Mein Name sei Mama“ ein, und siehe da, wordpress war zufrieden. Halleluja, mein Blog war geboren! Außerdem waren wohl alle anderen Blognamenideen, die ich so hatte, nicht mehr frei gewesen. An dieser Stelle ein spezielles Hallo an alle Bloggerinnen, die Mama, Mom oder Ich im Titel haben 😉
 
So und nun willst du auch noch ein Foto von mir. Das ist schwierig, denn fotoscheu war ich schon sehr früh (vielleicht lag es auch nur an der stacheligen Igelfrisur?). Mit den beiden Bildern von einst und viel, viel später verabschiede ich mich jedenfalls für heute…

 

 

„Mama“ ist ja meine Heldin und große Wortvirtuosin – ich finde es immer wieder faszinierend, wie sie mit Wörtern und Sprache spielt und ganz wundervolle Geschichten fabriziert.

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 Wili von Ramutan, Granatapfel & Orangenblüte erzählt uns folgendes:
Ursprünglich ist dies eine private Rezeptsammlung für meine Kinder auf die sie von überall zugreifen können, um eines ihrer Lieblingsessen nachkochen zu können. Als ich den Blog im öffentlichen virtuellen Raum einstellte, dachte ich noch, dass dies völlig unproblematisch sei. Wer solle sich bei den vielen guten Rezeptblogs auch noch für diesen Blog interessieren. Ich hatte ja so absolut keine Kenntnis von der Bloggerwelt.
Anfangs ging es mir deshalb darum, Kochhifen, Tipps und kleine Anleitungen, Hintergrundwissen zu den Rezepten und kleine Anekdötchen zu den privaten Rezepten mit auf den Weg zu geben. Auch wollte ich meinen Kindern ein wenig über den Hintergrund ihrer Wurzeln zusammentragen, denn ihre Väter kommen aus verschiedenen Ländern: Indonesien, Iran und Italien (Sizilien). Mir ging es darum für sie festzuhalten, wie sich die verschiedenen Traditionen und Kulturen in unserem Alltag und in unsere Essgewohnheiten vermählten. Dabei merkte ich schnell, wie fließend all diese Übergänge sind und gab das auch wieder auf. Jedenfalls wählte ich auf Basis dieser Hintergrundgedanken den Namen aus, drei süße Früchte, die für drei Länder stehen: „Rambutan“ steht für Indonesien, „Granatapfel“ für Iran und die „Orangenblüten“ für Sizilien. „mhh mama kocht“ steht dafür, dass es sich in dieser Sammlung um die Leib- und Magenspeisen meiner Kinder dreht.

 

Wenn Wili Rezepte postet, läuft mir jedesmal das Wasser im Mund zusammen. Und besonders schön finde ich auch, dass sie meist auch eine Geschichte zu dem Gericht dazu erzählt. Und dank ihr (und zum Schrecken meines Mannes) habe ich wieder mit dem Kochen begonnen 🙂

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Trienchen von Colours and Darkness hat folgende Erklärung für ihren Blognamen:

Am Anfang hieß mein Blog noch Colours&candy. Ich war in einer Phase in der ich mit aller Macht alles toll und positiv sehen wollte, so als Zeichen wie sehr ich mich und meine Einstellung geändert habe. Bunt, farbenfroh und süß war genau das, was ich gerne gewesen wäre und manchmal auch heute noch gerne wäre. Aber so funktioniert das Leben nunmal nicht und zu meinem Leben gehören nunmal auch dunkle Phasen, an denen die Depri-Uschi (So nenne ich meine Depression gerne mal. Es ist wie eine Tante, die niemand gern hat, die niemand einlädt und die trotzdem immer wieder dabei ist – gerade dann, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann) so präsent ist, dass ich gar keine Farben sehen kann. Und das ist alles andere als süß. Mittlerweile habe ich gelernt, dass das genauso zu mit gehört und deswegen habe ich auch den Namen geändert. Jetzt habe ich Dunkelheit, Farbe, Chaos, aber vor allem jede Menge Gefühl….

Trienchen ist mir mit ihrer offenen und ehrlichen Art sehr ans Herz gewachsen und ich mag ihre Beiträge, in denen sie aus ihrem Leben, vom Yoga, von Überwindungen und von der Uschi erzählt. Und ich bewundere sie sehr, dass sie hoffnungsvoll und optimistisch bleibt!

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Yvonnes Erklärung von UmgeBUCHt finde ich besonders schön (und vor allem ganz schön pfiffig):

Irgendwann entstand bei mir der Wunsch, dass ich mehr über Bücher bloggen wollte. In meinen 2005 gestarteten „Urblog“ mit dem Namen Himbeerbels Dingsblog (ein wildes Sammelsurium aus allem Möglichen) und den 2007 gestarteten „Bipolaren Gefühlswelten“, wo es ausschließlich um meine Erkrankung, die Verrentung und den Umgang damit geht, passte das aber nicht oder nur selten hinein. Im vergangenen Jahr musste dann schließlich ein neuer Blog her und er sollte im Namen schon verraten, worum es gehen würde: Nämlich ums Buch. Aber gerade mit diesem Wort im Titel gibt es schon so unglaublich viele Blogs, dass mir die Namensfindung wirklich schwer fiel. Eher eine Schnapsidee und wohl auch ein thematisches Überbleibsel aus einem meiner früheren Berufe war dann der Einfall, den Bücherblog „umgeBUCHt“ zu nennen. Schließlich kennzeichnet mein Leseleben ja auch genau das: Es wird von ungelesen zu gelesen umgeBUCHt und von „SOLL ich mir das Buch wirklich kaufen“ zu „egal, das muss ich HABEN. Der Lesegenuss landet dann auf meinem persönlichen Erfolgskonto 😉 Aber irgendwie war mir das allein doch zu wenig und ich nahm noch ein weiteres Hobby – die Fotografie – mit auf und machte bei einigen Blogprojekten mit. So geht es inzwischen auch um die Dinge, die gleich neben dem Lesen Spaß machen.

Ich freue mich immer, wenn bei Yvonne ein neuer Beitrag erscheint – habe ich mir doch schon so einige Buchtipps bei ihr abgeholt und wunderschöne Fotos bestaunen dürfen. Und die allerbeste Idee hatte sie ja mit ihrer BUCHweltreise, bei der ich auch mitmache und anhand von Büchern um die Welt reise.

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So, ihr Lieben, das waren alle Beiträge der wundervollen Menschen, die sich bei mir gemeldet haben, um uns zu erzählen, wie ihre Blognamen entstanden sind (ich hoffe wirklich, dass ich niemanden vergessen habe. Wenn doch, dann tut mir das unendlich leid und bitte meldet euch dann bei mir – es gibt dann einen besonderen Spezialbeitrag 🙂 )

Ich hoffe, ihr hattet Freude an den Berichten und konntet neue Blogs für euch entdecken.

Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht und ich danke allen fürs Teilen und eure Offenheit 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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11 Gedanken zu “Warum heißt du so, wie du heißt – Teil 4

  1. Pingback: [Bloggestöber]: #4 – Springtime!

  2. Danke für dein Zusammenstellen und diese Idee, die du fortgeführt hast. Es ist interessant, was hinter den Blognamen wohnt und irgendwie erlebe ich es als „verbindend“, da schließlich jeder und jede von uns eine kleine Geschichte und eine Überlegung zu dem Blognamen hat. Es ist wie ein Blick hinter die Kulissen, wie ein Betreten des Zimmers, wie der Blick auf den Schreibtisch, wie eine Einladung. Liebe Grüße zu dir, Marion

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