[BUCHweltreise] Irland …

Mit Yvonne und anderen Menschen reise ich um die Welt. Allerdings mit Hilfe von Büchern.

Diesmal war ich in Irland unterwegs, mit dem Buch „Die Bücherei am Ende der Welt“ von Felicity H. McCoy, als Taschenbuch erschienen 2017 im Rowohlt Verlag.

51c0qhhif1l-_sx327_bo1204203200_ Zum Inhalt laut Verlagshomepage: Wilde irische Landschaft, verschrobene Dorfbewohner und ein baufälliges Cottage auf den Klippen: die perfekten Zutaten für einen Sehnsuchtsroman.
Hannas Traum: ein eigenes Cottage auf den Klippen. Hannas Realität: das Gästezimmer ihrer Mutter. Seit sie nach ihrer Scheidung ins heimatliche Irland zurückgekommen ist, läuft es mehr schlecht als recht für Hanna. Sie leitet die örtliche Leihbücherei und fährt jede Woche mit dem Bücherbus über die Dörfer. Und als «Zurückgekehrte» wird sie mit leichtem Argwohn betrachtet. Dann findet Hanna ihr Cottage tatsächlich. Leider ist es aber extrem baufällig, umgeben von Gestrüpp und Schutt. Jetzt bräuchte sie dringend Hilfe – aber dafür muss sie über ihren Schatten springen …

Felicity H. McCoy wurde in Dublin geboren. Sie arbeitet als Autorin und Schauspielerin am Theater, fürs Fernsehen und Radio. In ihrer Heimat hat sie bereits drei Sachbücher veröffentlicht. «Die Bücherei am Ende der Welt» ist ihr erster Roman. Sie teilt ihre Zeit zwischen London und der Dingle-Halbinsel im Westen Irlands und bloggt regelmäßig über ihr Leben an beiden Orten.

Dieses Buch ist nicht so kitschig, wie der Verlagstext befürchten lässt. Sehnsuchtsroman? Darunter hätte ich mir etwas ganz anderes vorgestellt und das trifft es zum Glück überhaupt nicht. Gekauft habe ich mir dieses Buch, weil zum einen das Wort Bücherei im Titel vorkommt und die Protagonistin so heißt wie das Elfenmädchen. Grund genug, oder?

Zum Inhalt des Buches brauche ich nicht mehr viel erwähnen: Der Verlagstext trifft es schon ganz gut. Natürlich taucht da auch noch ein männliches Wesen auf, das recht interessant zu sein scheint. Aber – wie gesagt – das ganze klingt viel kitschiger als es dann tatsächlich ist. Die Autorin ist so nett und streut einige Landschaftbeschreibungen in ihren Text – das finde ich sehr angenehm und bestärkt mich wieder in meiner Absicht, Irland unbedingt einmal besuchen zu wollen.

Was ich allerdings noch netter und sogar richtig gut finde, ist, dass Felicity H. McCoy sich nicht scheut, auch Probleme anzusprechen. Selbst im heutigen Irland müssen viele Menschen in zwei oder drei Jobs arbeiten, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können und arbeiten nebenbei auch noch in der Landwirtschaft ihrer Eltern und Großeltern. Viele Geschäfte müssen schließen. Ganz deutlich wird geschildert, dass Geschäfte oder Pensionen/Hotels es zunehmend schwer haben, außerhalb von größeren Touristikgebieten zu überleben. Dies wird seitens der Bezirksregierung auch noch dahin gehend unterstützt, dass Finanzspritzen eben auch nur in solchen Touristikgebieten getätigt werden. Kleinere Ortschaften gehen leer aus.

Und dies geschieht eben auch in dem Örtchen, in dem Hanna nun lebt. Die örtliche Bücherei soll umgesiedelt werden, als zukünftiger Leiter ist jemand ganz anderes vorgesehen. Ein paar Orte weiter soll ein großer Yachthafen entstehen und dort sollen auch Geschäfte und Hotels gefördert werden. Die Bewohner und die örtlichen Geschäftsbesitzer sehen rot, aber da jeder jeden kennt oder der wiederum jemanden anderen kennt, sollte sich das Problem doch lösen lassen. Oder?

„Ob es nicht eigenartig sei, fragte sie, wie man das Gefühl bekäme, es mit der ganzen Welt aufnehmen zu können, wenn nur alle an einem Strang zogen?“

Dieses Buch ist locker-fluffig geschrieben, gewürzt mit einer Prise Liebe, ohne ins kitschige abzurutschen. Mit der ordentlichen Portion Gesellschaftskritik kommt dieses Buch unterhaltend daher und erzählt einiges vom heutigen Irland abseits der touristischen Ballungszentren.

Absolut empfehlenswert für entspannte Stunden ….

 

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16 Gedanken zu “[BUCHweltreise] Irland …

  1. Pingback: Die Bücherei am Ende der Welt von Felicity H. McCoy (Rezension) | Home is where the boys are

  2. Danke dir für den echt schönen Buchtipp! Ich glaub es trifft genau meinen Geschmack – und der ist gar nicht immer so einfach! herzliche Grüße

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  3. Pingback: BUCHweltreisebericht März 2017 | umgeBUCHt

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