[Buch-Date] Das Ergebnis …

Jetzt ist es also wieder soweit.
Nun werdet ihr erfahren, welches Buch ich für das 3. Buch-Date gelesen habe.

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Diesmal hat mir Wortgerinnsel drei Bücher empfohlen (witzig – unsere Namen haben sich irgendwie gesucht ….).  Ich habe mich sehr über ihre Empfehlungen gefreut, die so unterschiedlich waren:

  • „Wenn das der Führer sähe“ von Jacqueline Roussety. Ein Doku Roman

Hier konnte ich ganz spontan „Nein“ sagen, da ich inzwischen tatsächlich eher ungern  Sachen über das Dritte Reich lese –  früher habe ich solche Sachen verschlungen – vielleicht habe ich mich übersättigt ….

  • „Der Fall Jane Eyre“ von Jasper Fford

Tatsächlich muss ich gestehen, dass dieses Buch meine erste Wahl war und ich es sogar schon gekauft hatte. Und als es dann ankam, war ich blinde Brillenschlange, die permanent Schwierigkeiten mit ihrer Brille hat, ziemlich genervt über die überaus kleine Schrift. Und irgendwie habe ich keinen Zugang zum Buch gefunden, obwohl ich das Thema echt spannend finde. Also liegt dieses Buch nun erstmal auf meinem bis zum Himmel reichenden SuB (wobei ich es definitiv noch lesen werde, allein um meinen Eindruck mit dem vom Zeilenende zu vergleichen 🙂 )  und ….

…. ich griff zu meiner zweiten Wahl:

  • „Die Sünderin“ von Petra Hammesfahr

51dnzx6repl-_sx301_bo1204203200_  Zum Inhalt laut Verlagshomepage: Cora Bender verbringt mit Mann und Sohn einen Sommer­nachmittag am See. Auf den ersten Blick eine ganz normale Familie. Doch etwas unterscheidet Cora von den anderen jungen Müttern: Sie wird heute nicht nach Hause zurückkehren – sie hat sich entschlossen zu sterben.
Als es Abend wird, lebt Cora noch und muss sich wegen Mordes verantworten. Alle stehen vor einem Rätsel. Was hat diese stille, liebenswürdige junge Mutter veranlasst, mit einem Messer blindwütig auf einen Fremden einzustechen? Für die Polizei ist die Beweislage klar. Nur Hauptkommissar Rudolf Grovian sucht nach einem Motiv und deckt einen Albtraum auf.

„Ein Trauma! Er hatte daran gerüttelt – unwissend und ahnungslos.“

Dies war mein erstes Buch von der Autorin und es hat mich wirklich sehr mitgenommen. Was für ein psychologisches Bild Hammesfahr da zeichnet – nicht nur von der „Täterin“, sondern auch von ihrer Familie und wie man so langsam dahinter kommt, dass eben nicht alles nur schwarz oder weiß oder sogar grau ist, so dass sich dem Leser irgendwann die Frage stellt, wer hier wirklich „böse“ ist.

Von minimalen Längen und ein paar Wiederholungen zum Ende hin abgesehen, wird in diesem Buch in einer nervenaufreibenden und beklemmenden Atmosphäre das erschütternde Bild einer Frau erzählt, deren Kindheit und Jugend zum einen von der krankhaften Religiosität der Mutter und zum anderen durch die lebensbedrohliche Krankheit ihrer Schwester geprägt ist.

„Mutter hatte mir erklärt, dass Magdalena nur deshalb so krank war. Magdalena war ja aus Mutters Bauch gekommen. Und kurz vor ihr war ich in Mutters Bauch gewesen. Und ich hatte all die Kraft, die Mutter in sich getragen hatte, die für mindestens drei Kinder gereicht hätte, wie sie mir oft sagte, für mich allein genommen. Für Magdalena war nichts übrig geblieben.“

Mit jeder Erinnerung, die Cora entdeckt, kommen auch neue Informationen ans Tageslicht, so dass die Wahrheit ständig in einem anderen Licht erscheint. Ständig überdenkt man als Leser die Fakten neu und kommt ins grübeln, wie es denn nun wirklich gewesen ist. Und so kam für mich das Ende auch nochmal mit einem kleinen Paukenschlag daher.

Dies ist ein Buch, dass mich traurig und zutiefst bewegt zurück lässt. Es war nicht einfach zu lesen, musste ich es doch zwischendurch immer wieder beiseite legen, weil mich Coras Erinnerungen doch sehr mitgenommen haben. Aber ich mag so Bücher – insofern war das ein Volltreffer und ich kann dieses Buch jedem Leser empfehlen, der Freude an psychologischen Abgründen und nervenaufreibender Lektüre hat.

Ach – das hat wieder Spaß gemacht!
Lieben Dank, liebes Wortgerinnsel, für diese Empfehlung!

Alle weiteren Beiträge der übrigen Teilnehmer findet ihr übrigens hier

Zeilenende und ich danken euch für die Teilnahme und wünschen euch viel Vergnügen im Stöbern bei den Rezensionen. Es war für uns ein so großer Spaß, dass wir am 11.03. das nächste, nunmehr 4., Buch-Date starten. Gastgeberin bin dann wieder ich. Und – so viel sei verraten – es wird diesmal wieder ein Motto geben. Seid gespannt. Und wenn ihr die Anmeldung in keinem Fall verpassen wollt, hinterlasst einen Kommentar, dass ihr eine E-Mail bekommen wollt, sobald die Anmeldung online ist. 🙂

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9 Gedanken zu “[Buch-Date] Das Ergebnis …

  1. Also ein weiteres Buch, das auf meiner Wunschliste steht. Vielen Dank 😉

    Und zum Fall Jane Eyre, das mein „Fremd-Date“ geworden ist: Die kleine Schrift ist ja gerade noch akzeptabel gewesen, aber die Seiten sind dann auch noch so dünn, dass im Licht der Leselampe der Text der Rückseite so sehr durchschimmert, dass tatsächlich kaum noch etwas zu erkennen ist. Zum Glück hat sich dieses Problem eigenständig gelöst, als sich ein paar gelesene Seiten angesammelt hatten. Naja, bis kurz vorm Schluss… 😀

    Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Buch-Date #3 [Sammelbeitrag] – Zeilenendes Sammelsurium

  3. Das liest sich etwas beklemmend. Ich weiß nicht, ob meine menschliche Seite solche Themen verkraftet. Aber vorerst landet der Titel trotzdem erstmal auf der Liste.
    An dieser Stelle wollte ich mich außerdem wegen der Arbeit und Liebe bedanken, die ihr immer wieder in diese Aktionen steckt. ❤ Mercí, dass es euch gibt!

    Gefällt 3 Personen

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