Der kleine A. und sein Kindergartentäschchen ….

Nachdem ich letzte Woche von Ilse und ihren liebevoll geschmierten Nutellabroten erzählte, fiel meinem Mann doch auch eine Geschichte zum Thema Nutella ein ….

Ehrlich gesagt, erzählt er diese Geschichte mindestens einmal die Woche – wir kennen uns seit 22 Jahren – rechnen könnt ihr jetzt selber, wie oft ich die Geschichte schon gehört habe. Also dachte ich mir, kann ich sie genauso gut auch aufschreiben (alles natürlich mit seiner Erlaubnis).

2017-01-24-19-37-17         Als er ein kleines Kind war, hatte der kleine A. ein ledernes Kindergartentäschchen, braun, alt und geliebt. Jeden Morgen steckte die Mutti vom kleinen A. eine Banane in das Täschchen, ebenso wie ein dick beschmiertes Nutellabrot, eingewickelt in Butterbrotpapier. Diese Tasche hängte sich der kleine A. um den Hals und machte sich dann, an der Hand seiner Mutti, auf den Weg in den Kindergarten. Dort angekommen hing er sein Täschchen und seine Jacke an den für ihn vorgesehenen Haken, zog seine Hausschuhe an und hüpfte fröhlich zu seinen Freunden.

Jeden Mittag musste der kleine A. mehrfach ermahnt werden, sein Spiel zu unterbrechen und zur Essenspause zu kommen.

Nun war es so, dass der Kindergarten immer gut beheizt war, im Winter durch die Heizung und im Sommer durch die Sonneneinstrahlung, und durch die Wärme im Flur erwärmte sich auch oft der Inhalt des kleinen Ledertäschchens. Und wenn der kleine A. dann sein Täschchen öffnete, schlug ihm der Geruch der bräunlich-zuckrigen Banane entgegen, gemischt mit dem unverkennbaren Duft der dunklen Schokoladencreme und als Untermalung die ledrige Note der Kindergartentasche.

Und dieser Duft ist auch dem großen A. bis heute in der Nase geblieben und es gibt so Momente, da überfallen ihn diese Erinnerungen und er hat den Geruch in der Nase und er muss uns davon erzählen …..

Und ja – auf dem Bild ist der kleine A. ohne Kindergartentäschchen abgebildet, aber da so eine Dash- oder auch Arieltrommel ebenso zur Kindheit vom kleinen A. wie auch zu meiner gehörte (da wurden nämlich sämtliche Spielsachen drin gelagert), passt auch dieses BIld ganz wunderbar……

 

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22 Gedanken zu “Der kleine A. und sein Kindergartentäschchen ….

  1. Wie schön. Nostalgie zum Frühstück. Das hast Du fein beschrieben. Ich bin glatt gedanklich mit meinem braunen Ledertäschchen (die mit dem Katzenaugenklickverschluss) um den Hals noch einmal losgelaufen und habe das Täschchen an den Haken mit dem Blumenbildchen darüber gehangen (jedes Kind hatte so ein Bildchen, damit es wusste, wo es Täschchen und Jäckchen hinzuhängen hatte) und habe dann die Wurstbrote aus dem fettfleckigen Butterbrotpapier gefischt. Von Nutella und Banane haben wir Ostkinder allerdings eher nur geträumt…

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  2. Irgendwie erinnert mich diese Geschichte an meine Tochter. Auch sie liebt Bananen und Nutellabrote, auch als schulische Versorgung in der Tasche. Und auch diese wir immer mal wieder warm und auch diese hat stets vor den Ferien ihren letzten Einsatz für länge Zeit des Herumliegens in ihrem Zimmer, natürlich mit vergessenen Resten der Nahrungsversorgung. Dann versprüht sich nach Tagen der Schulabstinenz leider ein ganz anderer Duft…🙈😊

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  3. In meinem Kindergarten hat die doofe doofe Mittagsschlafaufpasserin immer Cornetto Eis gegessen, derweil wir schlafen mussten 🙄😝

    Und irgendwie hatten Kindergärten auch immer so einen eigenartigen Duft….

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