Weihnachtsrituale …

Und auch heute – nur noch wenige Tage bis Weihnachten – teile ich ein paar weihnachtliche Erinnerungen mit Euch. Diesmal geht es um unsere üblichen Rituale, die bei uns in der Familie an den Weihnachtstagen so gepflegt werden …

20161202_173350_1480701597373   Irgendwie habe ich den Heiligabend immer als relativ stressfrei in Erinnerung (aber vielleicht sollte ich da besser nicht den Rest meiner Familie fragen ….mir wird ja nachgesagt, dass ich oftmals eine gewisse Hektik verbreiten kann ….). Kritisch wurde es lediglich in den Jahren, als das Elfenmädchen und der Räuberhauptmann noch kleiner und jünger waren und ihren Glauben an den Weihnachtsmann und das Christkind noch bewahrt hatten (bei uns teilten sich die beiden immer die Aufgaben). Da wurde es dann schon mal heikel, wenn wir in die Kirche wollten, zum jährlichen Krippenspiel des Kindergartens, gleichzeitig aber der W-Mann und das C-Kind die Geschenke bringen mussten. Da kam es dann schon mal vor, dass mein Mann vergessen hatte, den Herd auszuschalten oder früher aus der Kirche gehen musste, weil ihn ein dringendes natürliches Bedürfnis packte ….

Ansonsten ist es immer noch wie früher, als der Große und ich noch Kinder waren: Stundenlang alte Fernsehfilme gucken, ein obligatorischer W-Spaziergang und spätestens ab 15 Uhr kommt immer der Spruch: Jetzt ist es aber schon dunkel genug. Weil: Erst wenn es dunkel ist, gibt es Bescherung. In so fern wurde es jedes Jahr ein wenig früher dunkel. Auch jetzt noch.

Inzwischen versuchen wir, dass zumindest an Heiligabend mein Teil der Familie zusammen kommt. Da wir in ganz Deutschland verstreut wohnen und teilweise in Schicht gearbeitet wird, ist das nicht immer zu schaffen. Aber dieses Jahr wird es wieder so weit sein. Und dann wird irgendwann irgendjemand wieder sagen: Jetzt ist es aber dunkel genug. Und dann wird der Sekt aus dem Kühlschrank geholt und auch dieses Jahr wird – wie in den letzten sechs Jahren auch – das Lieblingsglas von Gelaldosan gefüllt – auch wenn er eben nicht mehr bei uns ist – und dann folgt unser Ritual der Bescherung ….

Früher waren alle Geschenke in einem großen Umzugskarton verstaut. Frei nach dem Motto: Wir schenken uns ja nichts, passen die Päckchen schon seit Jahren nicht mehr in einen Karton und werden dann eben doch fröhlich im Zimmer verteilt (aber wir sind inzwischen ja auch viel mehr als früher, so mit Kindern und Anhang und so).

Die Wintermami ist inzwischen das Oberhaupt und verteilt. Aber: Jeder immer schön einzeln und hintereinander und abwechselnd und alle anderen schauen zu, wenn jemand auspackt und freuen sich mit. Und wenn wir dann alle zusammen sind, kann sich das schon mal hinziehen. Erwähnte ich, dass wir uns eigentlich nichts schenken?

Und dabei wird getrunken und erzählt und gelacht und gekichert. Und die Kinder (die ja behaupten, keine Kinder, sondern Jugendliche zu sein) werden ungeduldig auf jedes Päckchen schauen, ob dort ihr Name drauf steht oder ob sie noch eine Runde warten müssen. Und manchmal wird auch ein Tränchen verdrückt und dann wird wieder gelacht. Und Sekt oder Rotwein nachgeschüttet.

Und gelacht…

Und gelebt…

Und geliebt…..

 

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9 Gedanken zu “Weihnachtsrituale …

  1. Ich freue mich schon!

    Und es erinnert mich an „unsere“ Weihnachten mit meiner Mutter und meiner Schwester. Als ich noch eine Familie hatte sozusagen.

    Heiligabend saßen wir immer zusammen und haben gegessen, feierlich und lecker. Und Wein getrunken! Viel Wein! Irgendwann haben meine Schwester und ich dann unsere Blockflöten herausgeholt und Weihnachslieder gedudelt. Meine Mutter hat sich immer gefreut und es war herrlich unprätentiös und toll. Bei uns gab es tatsächlich fast nie Geschenke ab einem bestimmten Alter. Wir waren zusammen. Und es gab Kerzenschein, einen Tannenbaum oder nur einen Adventskranz wenn wir keine Lust auf Baum hatten und uns.

    Wenn dann noch eine Flasche Rotwein geleert worden ist, haben wir alte Kinderfotos angeguckt. Meine Schwester und ich wurden in meinen ersten Lebensjahren immer zu diesen Kinderfotografen beim Kaufhof in Hamburg geschleppt und es existieren die wunderbarsten, schrägsten und zeitgleich fürchterlichsten Fotos von uns.

    Das war immer das Highlight. Also, fast so, wie bei Euch.

    Und dieses Jahr dann……………………..auch mit mir.

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  2. Hallo 🙂
    Was für ein toller Beitrag, da kommt so richtig schön diese heimliche Weihnachtsstimmung uns Spannung rüber 🙂 Und dieses „Jetzt ist es aber schon dunkel genug“ erinnert mich nur allzu sehr an meine Kindheit 😀

    Der Artikel würde auch gut in eine Blogparade passen, die ich neulich auch mitgemacht habe. Wenn du magst schau mal rüber zu https://momsfavoritesandmore.com/2016/10/24/weihnachten-mit-kind-so-feiern-wir-aufruf-zur-blogparade/ 🙂 Sie würde sich sicher über Teilnehmer freuen.

    Liebe Grüße
    Frau Kröhnchen

    Gefällt 1 Person

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