Heute lese ich….

Veränderungen …

Ich habe mich (erstmal) entschieden und reihe mich ein, in die lange Liste der Bloggerinnen und Blogger, die Bücher vorstellen, rezensieren oder sonst irgendwas damit machen.

Mein Montagsthema wird sein „Heute lese ich….“.

An jedem Montag werde ich euch ein Buch vorstellen, welches ich gerade aktuell lese. Da es eben zu dem Zeitpunkt noch aktuell gelesen wird, wird es kein Resümee oder etwas abschließendes geben. Es wird also eher eine Buchvorstellung und kurze Zwischenbilanz sein. (Und als Anmerkung: Da ich meine Blog-Artikel eigentlich seltenst Wochen vor der Erscheinung schreibe, plane oder sonstiges, könnt ihr davon ausgehen, dass ich tatsächlich das angegebene Buch aktuell lese….)

Und los geht´s:

Heute lese ich…. „Alle Toten fliegen hoch“ von Joachim Meyerhoff

Alle Toten fliegen hoch Teil 1: Amerika. Roman

Inhalt lt. Amazon: Der äußerst unterhaltsame Aufbruch eines Jungen ins Leben
Von der ersten Seite an folgt der Leser gebannt Meyerhoffs jugendlichem Helden, der sich aufmacht, einen der begehrten Plätze in einer amerikanischen Gastfamilie zu ergattern. Aber schon beim Auswahlgespräch in Hamburg werden ihm die Unterschiede zu den weltläufigen Großstadt-Jugendlichen schmerzlich bewusst. Konsequent gibt er sich im alles entscheidenden Fragebogen als genügsamer, naturbegeisterter und streng religiöser Kleinstädter aus – und findet sich bald darauf in Laramie, Wyoming, wieder, mit Blick auf die Prärie, Pferde und die Rocky Mountains.
Der drohende Kulturschock bleibt erst mal aus, der Stundenplan ist abwechslungsreich, die Basketballsaison steht bevor, doch dann reißt ein Anruf aus der Heimat ihn wieder zurück in seine Familie nach Norddeutschland – und in eine Trauer, der er nur mit einem erneuten Aufbruch nach Amerika begegnen kann.
Mit diesem hochgelobten Debüt eröffnet Joachim Meyerhoff eine große Romantrilogie.

Meyerhoff schreibt über sich selbst. Und das tut er zu Beginn recht schwerfällig – wie ich finde. Ich war schon kurz davor, das Buch in die Ecke zu schmeißen, habe aber tapfer durchgehalten. Und wurde belohnt. Denn ab dem Zeitpunkt, an dem Meyerhoff über seine Zeit in Amerika schreibt, wird das ganze plastisch, lebendig, witzig, skuril. Ab da hatte er mich. Einen Einschnitt gibt es, als er für kurze Zeit nach Deutschland zurückkehrt. Ich hatte den Eindruck, als würde sein Schreibstil seine Gefühle widerspiegeln: dezent, verborgen, versteckt. Kaum ist er zurück in Amerika, lebt sein Schreibstil, wie er selber, wieder auf. Er flieht vor der Trauer, die er verdrängt und nicht zulässt, und ist im fremden Land ein ganz anderer Mensch als im heimatlichen Dorf. Für mich ist er dort sogar viel eher er selbst als in Deutschland. Das hat mich fasziniert – dieser Wechsel, nicht nur von seiner Persönlichkeit, sondern auch vom Schreibstil. Mal abgesehen von den wirklich skurilen Dingen, die er in Amerika erlebt.

Jetzt habe ich noch ca. 1/3 des Buches vor mir. Und da freue ich mich drauf. Und Band zwei habe ich gerade bestellt…

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15 Gedanken zu “Heute lese ich….

  1. Pingback: [heute lese ich…] Das sechste Opfer/ Die sechste Kugel/ Das sechste Grab | buecherlogie

  2. Pingback: [Heute lese ich…]Der Sommer des Commissario Ricciardi | buecherlogie

  3. Hallo : )

    „Alle Toten fliegen hoch“ wollte ich auch schon immer mal lesen, da man fast nur gutes über das Buch hört. Dein Post bestärkt mich in dem Wunsch, das Buch doch endlich mal bei mir einziehen zu lassen. Allerdings erst nach meinem Buchkaufverbot. *hust

    Liebe Grüße,
    Katja

    Gefällt 1 Person

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