Montagsfragen und Bücherwürmer

Wie immer mittwochs hier: meine Antworten zu Buchfresserchens Montagsfrage. Diesmal möchte es folgendes wissen:

Montagsfrage: Ein Blick zurück – wie bist du zum Bücherwurm geworden?

Ich behaupte ja mal, dass ich so geboren wurde. Genetisch war es eh schon klar – beide Elternteile totale Leseratten – was sollte sonst aus mir werden. Ich glaube, dass meine Eltern mir schon im Kinderwagen Bücher vorgelesen haben (also, als ich darin lag, nicht sie…).Überall standen und lagen Bücher und Zeitschriften, die ich (Fotos beweisen es) tatsächlich in meinen Mund stopfte. Wie ein echter Bücherwurm eben.

Die ersten Geschichten, an die ich mich erinnern kann, habe ich – was für ein Glück – Jahre später antiquarisch kaufen können. An die beiden Riesen konnte ich mich noch gut erinnern.

Und auch mein geliebter Opa fütterte mich mit Vorlesegeschichten. Hier waren meine Lieblinge: „Max und Moritz“ und „Peterchens Mondfahrt“. Mit den beiden Büchern lernte ich übrigens Jahre später altdeutsch lesen und schreiben.

Ich war kein Wunderkind, habe mir weder das Lesen noch das Schreiben selber beigebracht, sondern – wie es sich damals gehörte – in der Grundschule gelernt. Und dann geliebt. Und dann habe ich Bücher verschlungen wie Atemzüge. Einatmen: Hälfte des Buches durch – ausatmen: Buch zu Ende gelesen.

Zweimal die Woche fand man mich in der Bücherei, in der ich stapelweise Bücher mit nach Hause schleppte. Vorzugsweise alles von Enid Blyton, aber auch sämtliche Helden- und Göttersagen oder die Bücher von Michael Ende.

Ich liebte „Lemmi und die Schmöker“ – eine Kinderserie, in der Bücher vorgestellt wurden. Eine der wenigen TV-Serien, die mich vom Buch weg locken konnten.

Ich nenne mich zwar Bücherwurm, aber ich würde jetzt niemals mehr diese Seiten essen wollen. Riechen, anlecken (und auch das nur unter Vorbehalt 😉 ), berühren, tasten – ja – aber niemals essen.

Ich atme Bücher immer noch…. und ich liebe sie….

Und ihr so?

 

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16 Gedanken zu “Montagsfragen und Bücherwürmer

  1. Ich kann mich an ein Leben ohne Bücher nicht erinnern. Schon als Kind bekamen alle eine Nummer und wurden in eine Liste eingetragen. Einige Lieblingsbücher besitze ich heute noch, obwohl sie fast schon auseinanderfallen. Als ich einmal für ein paar Monate eine Afrika-Tour machte, begleitete mich nur der „Herr der Ringe“. Ich las ihn drei Mal, dann traf ich einen anderen Reisenden, der auch dringend neuen Lesestoff brauchte. Wir tauschten und versprachen uns, die Bücher in Deutschland zurückzuschicken. Das hat sogar geklappt. Ja, das war noch lange vor diesem E-Reader. Auf den ich auch heute noch keine Lust habe.

    Aktuell kann ich nicht mehr viel Geld nebenbei ausgeben. Aber für neue Bücher ab und zu ist immer etwas übrig. Ich besitze sie auch gerne und lese viele mehrmals. Jetzt lebe ich im absoluten Luxus: Kinder groß, allein lebend und nicht berufstätig kann ich mir meine Zeit zum Lesen frei einteilen. Zu jeder Tageszeit. Ein Leben ohne Bücher ist möglich, aber für mich nicht vorstellbar!
    Liebe Grüße an alle Leseratten!

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  2. Ich kann mich beim besten Willen nicht mehr daran erinnern, wie ich zum Bücherwurm wurde. Das war einfach schon immer so … Und ich hatte so viele Kinderbücher, dass ich keine Auswahl treffen konnte. Die Liste wäre nur so ewig lang geworden. Da säße ich wahrscheinlich immer noch dran. *g*

    Die Erklärung mit der Genetik gefällt mir aber. 🙂

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  3. Ich liebe Bücher, inzwischen bin ich auch e-book fan geworden. Lesen, eintauchen, abtauchen.
    Bilderbücher sind mir auch als Erwachsene sehr lieb, diese allerdings nur in Buchformat. Überhaupt bin ich ein Geschichtenfan…….deshalb wohl auch ein Blogfan….so viele Geschichten von so vielen unterschiedlichen Menschen….Schlaraffenland.

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  4. Ich würde ja am liebsten nur lesen. So viele Bücher warten auf mich. Und mein Geist auf sie – oder so. Mir fehlen nur ein Butler, der den Haushalt macht, ein Kindermädchen, das mir ein paar Stunden me-time ermöglicht und ein Lotto-Gewinn, damit ich nicht Zeit mit Arbeit vermplempern muss – und schon würde ich nur lesen und wandern 😉 Da weder Butler oder Kindermädchen noch die richtigen Lottozahlen bisher zu mir gefunden haben, lese ich wenigstens Kinderbücher, viele Kinderbücher, gaaaaanz viele Kinderbücher – und wir lieben es – die Kinder und ich 🙂

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