findewald

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findevogel hat ein sonntagsrätsel gestellt. was ist das oder gibt es eine geschichte dazu….

arubia huschte durch den wald. geschickt verbarg sie sich immer wieder hinter den großen dunklen tannen oder zwischen dem dichten gebüsch wilder brombeerranken. wunderbarerweise zerkratzten die dornen sie nicht und die tannen bogen ihre zweige so, dass arubia sich dahinter verstecken konnte. die wilden häher sahen sie nicht. kreischend und aufgeregt flatterten sie kreuz und quer durch den findewald, krächzten und fluchten, doch sie fanden die kleine vogelelfe nicht. später – die sonne sank schon langsam gen horizont – gaben die häher auf und flattern zurück zur blockburg, um ihrem meister über die erfolglose suche zu berichten. die kleine vogelelfe sah dies und lehnte sich erschöpft an den findling, der noch warm von der sonne war. müde war sie nun von dem wilden versteckspiel und so ganz wußte sie auch nicht, wie es am nächsten tage weiter gehen sollte. schließlich konnte sie sich nicht ewig im findewald verstecken. es hieß, dass nicht jeder, der den wald betrat, ihn auch wieder verlassen hatte. vorsichtig schlich arubia weiter durch den wald, immer in sorge, dass die häher doch wieder auftauchen könnten. ihre füße schmerzten, doch arubia wagte es nicht mit hilfe ihrer flügel in die lüfte zu steigen. die magie, die dabei erzeugt wurde, würde sofort wieder die helfer des blockmeisters auf den plan rufen. und so schlich arubia weiter, bis sie schließlich an eine lichtung kam. diese lag friedlich inmitten der letzten sonnenstrahlen und halb verborgen von dem hochwuchernden gras stand ein alter zigeunerwagen. vergessen, verloren. arubia verharrte und lauschte in die stille hinein. kein vogelgezwitscher, kein grillengezirpe. nur stille. aber friedvoll und leicht. und so wagte es arubia und ging langsam zu dem wagen hinüber, dessen tür nur leicht angelehnt war. vorsichtig schob sie diese auf und blickte in das innere. staubfäden tanzten vor ihrer nase, als sie sich umblickte. alte regale säumten die wände, auf denen ein paar zerbrochene tonkrüge lagen. am hinteren ende erblickte arubia ein halbzerfallenes bett mit einer herabhängenden, mottenzerfressenden decke. ansonsten war der karren leer. arubia betrat den raum und blickte sich erneut um. ein funkeln auf dem boden vor dem bett erregte ihre aufmerksamkeit. sie schlich näher und betrachtet das funkelnde ding. ein kleiner goldener schlüssel lag vor ihr. arubia hob ihn auf und als ihre finger sich um den schlüssel schlossen, meinte sie ein leichtes beben wahrzunehmen. die luft um sie herum begann zu flirren und zu sirren. arubia erhob sich. regenbogenflitter – kunterbunt – schwebte auf sie nieder, hüllte sie ein. arubia bekam es ein wenig mit der angst zu tun, doch nichts schlimmes geschah. im gegenteil: ihre schmerzen verschwanden und auch die müdigkeit verflog. sie schloß die augen und als sie sie kurze zeit später wieder öffnete, war der flitter verschwunden und arubia stand allein auf der lichtung. auch der alte zigeunerkarren war nicht mehr zu sehen und die bäume und das gras wuchsen nicht mehr so hoch wie zuvor. ein goldener schimmer lag über dem firnament. und da wußte arubia, dass sie nicht mehr in ihrer welt weilte. eine magische kraft hat sie in eine andere dimension katapultiert und sie somit auch vor den wilden hähern und deren meister gerettet. dankbar blickte sie auf den schlüssel, den sie immer noch in ihrer hand hielt. dann machte sie sich auf den weg durch den wald. neuen abenteuern entgegen….

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10 Gedanken zu “findewald

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