zuviel gefühl?

fragezeichenich habe ein problem. ich habe einen beitrag für meinen blog geschrieben. ich find ihn gut. aber – ist er zu persönlich? gebe ich zu viel von mir preis? zu viel gefühl, zu viel tränendrüse, zu viel erinnerung, zu viel? was mache ich damit? wie gehe ich damit überhaupt um? und warum schreibe ich denn hier überhaupt? ich will doch mitteilen, was mich bewegt. egal, ob lustig, ironisch, tagesgeschehen, kritzelkram oder eben auch trauriges, persönliches. was bringt mich dazu, persönliches in die welt zu schreiben? ich erwarte gar keine reaktionen. naja. das war ja mal jetzt gelogen. klar freue ich mich über feedback. sonst könnte ich es ja auch bei mir zu hause an die wand schreien. dann hätte ich auch keine reaktion. außer, dass mein mann, das elfenmädchen, der räuberhauptmann und die zwei katzen komisch gucken würden. je nachdem, wer gerade da wäre. also, was ist der sinn? vielleicht ist es ja auch einfach sinnlos. vielleicht gibt es mir einfach ein gutes gefühl, mich mitzuteilen. nicht meinem mann, meinen freunden, sondern euch. unbekannte menschen, die mich nicht kennen, die einfach ungefiltert, ohne vorgeschichten, lesen, was ich schreibe. oder vielleicht auch nicht lesen. habe ich wirklich ein problem? wie geht ihr damit um? lasst ihr ungefiltert alles raus? oder schreibt ihr und dann kommt die zensurmaschine? …….

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18 Gedanken zu “zuviel gefühl?

  1. Sobald ich das Gefühl habe, etwas wird zu persönlich und ich fühle mich damit unwohl, lösche ich den Artikel mittlerweile. Ich schreibe ihn, das tut der Psychohygiene gut, aber dann geht er in den Papierkorb. Manchmal verarbeite ich die Gedanken dann an anderer Stelle, in einer Geschichte oder einer Buchbesprechung. Aber man sollte sich mit seinen Artikeln nie unwohl fühlen.

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  2. na dann hoffe ich doch dass die Antwort irgendwann nochmal gelingt. Aber mach dir nichts draus , ich hab auch so meine zeit gebraucht ehe ich wordpress so halbwegs im griff hatte …. mit einigen Funktionen tue ich mich heute noch schwer, da hilft nur learning by doing …. 🙂

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  3. Ich habe mich anfangs auch sehr schwer getan. Wieviel persönliches soll ich öffentlich machen? Aber ich habe es getan. Erst mit Zweifel aber ich habe es nicht bereut. Im Gegenteil es tat mir sehr gut. So viel Resonanz hätte ich nie erwartet. Aber da muss man wirklich selbst auf sich und sein Gefühl vertrauen. Das ist nicht für jeden was. Man muss da abwägen. Du wirst dich richtig entscheiden. Liebste grüße julia

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  4. danke dir (und den anderen übrigens auch). ich freu mich über eure meinungen und gedanken dazu. letztendlich werdet ihr es lesen können, wie ich mich entschieden habe. oder eben auch nicht. eigentlich steckt ja sowieso in jedem beitrag persönliches. manchmal mehr. manchmal weniger…

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  5. Meiner Erfahrung nach lieben die Leute persönliche geschichte, da hat man schnell ein paar Follower mehr. Ich allerdings halte mich da immer etwas zurück. Wenn mir jetzt aber danach wäre würde ich ohne Rücksicht drauf los schreiben, aufjedenfall. Hab da auch was in Planung, das Thema is nur nicht so einfach und es kostet mich Überwindung, aber ich will, und dann mach ich das auch.

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      • Du kannst einfach mal anfangen zu schreiben und es dann abspeichern und NICHT puplizieren, dann kannst Du später nochmal ran hast aber den frsichen Eindruck aufgehoben 😀

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      • Ich empfinde es ähnlich wie Madameflamusse. Erst mal ran an den Speck. Es sich von der Seele schreiben. Dann immer nochmal lesen, dann ruhen lassen (wie einen guten Hefeteig), dann wieder lesen. Vielleicht etwas ändern, dann weiter aufgehen lassen, im Herzen bewegen. Gucken, wie es sich anfühlt. Und wenn es gut ist und Du durch das Geschriebene sogar vielleicht schon etwas Abstand und Kraft getankt hast, publizieren. Schnellschüsse sind in dem Fall glaube ich nie zielführend.

        Für mich ist der Prozess des Schreibens einfach schon wichtig und seitdem ich meinen Blog habe, komme ich mit vielen Dingen besser zurecht. Es fällt mir vieles leichter, weil ich erst mal alles niederschreiben kann. Ob ich es dann veröffentliche (meistens) und wer es liest und wie viele Leser ich erreiche, ist erstmal (und das stimmt wirklich) total irrelevant.

        Denn, ich lese meine Beiträge immer und immer wieder auch noch mal selbst durch. Ich bin glaube ich mein größter Fan (wenn ich das mal so sagen darf), denn durch das Schreiben und das Lesen wird alles viel leichter und die Probleme und Sorgen kleiner. Hört sich narzisstischer an, als es gemeint ist.

        Wie Dampfbloque schreibt, wenn es nicht um andere geht und Du nur auf Deine Gefühle Rücksicht nehmen musst, hau es raus, meine Liebe.

        Oder auch nicht. Ganz wie DU meinst. Ich umarme Dich! Dein Matchen…. ❤

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      • ich bin dein größter fan 😍 und du weißt ja: geduld und hefeteig sind nicht meine stärken. aber was du sagst, dass es leichter wird, durchs niederschreiben und je öfter man es liest – das stimmt! ich bewege es weiter in meinem herzen und lasse mich selbst überraschen. ich umarme zurück 💕

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  6. Interessant. Gestern hatte ich ein ähnliches Problem. Ich habe mich letztlich gegen einen Beitrag entschieden, weil er eben nicht nur mich betrifft, sondern mehr preisgegeben hätte, als in meiner Verantwortung liegt. Halbwegs zensiert hätte er seine Wirkung völlig verfehlt und wäre nicht mein Text geworden. Schwierig, da die rechte Waage zu finden.

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      • schau mal , wir schreiben doch alle hier um gelesen zu werden ,das ist Sinn eines literarischen Werks ..ganz egal ob Roman oder Lebensgeschichte . ab und zu findet man unter seinen Lesern auch Menschen die ähnliche Erfahrungen gemacht haben . Im günstigsten Fall kann man sich sogar austauschen und damit wird vieles leichter.
        Fühlt es sich gut an , dann veröffentliche deinen Beitrag; hast du ernsthafte Zweifel dann warte noch ein Weilchen …. verwerfen kannst du das Gespeicherte immer noch ….. Nur Mut , ich hab es auch nicht anders gemacht …
        schönen tag noch 🙂

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